Auf H�¶he der Schwertmitte

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Karl Linde Turmspezialist - Berlin Nikolassee - Reparaturarbeiten - 1952 vom 19.5.- 20.8.52 -> Klick zum Vergrößern

Auf Höhe der Mitte des Schwertes kann man einen Teil der Inschrift erkennen:

"Deutsche Einigkeit, meine Stärke"

auf der abgewandten Seite ist die Inschrift:

"Meine Stärke, Deutschlands Macht."

Historisch wurde das Denkmal von seinem Erbauer, dem Bayern Erst von Bandel, Anfang des 19. Jahrhunderts geplant, also in einer Zeit, in der Deutschland noch kein zusammenhängender Staat und in weiten Teilen von Napoleon besetzt war.

Die Sehnsucht nach einem geeinten Deutschland war gro߸ und führte 1871 zur Gründung des deutschen Reiches.

In den darauf folgenden Jahrzehnten versuchten immer wieder verschiedene Gruppen das Denkmal für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, darunter völkische Gruppierungen, aber auch Antisemiten und Vertreter der politischen Rechten bis hin zu den Nationalsozialisten und deren Aängern und Mitläufern.

Inzwischen, gut 2000 Jahre nach der Niederlage der römischen Legionen irgendwo in Nordwestdeutschland und nach mehr als einem halben Jahrhundert in Frieden und Demokratie, wird die Bedeutung des Denkmals von den lokalen Politikern als Mahnmal für den Frieden und Symbol für Brücken in Europa neu gedeutet.

In der Wikipedia ist zu lesen:

"Fasst man die politische Symbolik des Denkmals zusammen, bot das Hermannsdenkmal in seiner Geschichte also ein breites Interpretationsspektrum: Vom aggressiv antifranzösischen, nationalistischen Symbol über die Ausgrenzung deutscher Katholiken, Juden und Sozialdemokraten bis zu einem Ort des friedlichen Appells an die Einheit Deutschlands und der Freiheit aller Nationen."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Hermannsdenkmal)

Schön ist auch das Firmenschild der "Turmspezialisten" aus Berlin, die Hand an Denkmal und Knüppel gelegt haben.